Zustimmung zum Ausbau der Windenergie und zur finanziellen Beteiligung
Stephan Sommer, Chiara Weickardt, Paul Lehmann, Philipp Breidenbach, Erik Gawel, Felix HeuerZusammenfassung
Um die nationalen Klimaziele zu erreichen, ist ein weiterer Ausbau der Windenergie an Land unabdingbar. Um ihn schneller voranzubringen, hat der Gesetzgeber Möglichkeiten geschaffen, Standortgemeinden und Bürger*innen finanziell an der Windenergie zu beteiligen. Basierend auf einer repräsentativen Befragung von etwa 7.000 Personen untersuchen Stephan Sommer, Chiara Weickardt, Paul Lehmann, Philipp Breidenbach, Erik Gawel und Felix Heuer in diesem Beitrag die Zustimmung zum Ausbau der Windenergie in Deutschland sowie zu unterschiedlichen Formen finanzieller Beteiligung in den Standortkommunen. Die Ergebnisse zeigen, dass feste jährliche Zahlungen an Gemeinden, vergünstigte Stromtarife und die Möglichkeit, Anteile zu erwerben, positiv mit der Zustimmung zum Ausbau der Windenergie korrelieren, feste jährliche Kompensationszahlungen an Anwohnende hingegen negativ. Dies deutet darauf hin, dass feste jährliche Zahlungen diejenigen Bürger*innen, die den Windenergieausbau aktuell nicht gutheißen, spezifischer erreichen als andere Formen der Beteiligung. Letztere erreichen mit höherer Wahrscheinlichkeit Personen, die den Ausbau ohnehin befürworten.