DOI: 10.1026/0942-5403/a000531 ISSN: 0942-5403

Suizidtheorien 3.0

Tobias Teismann, Urs Hepp, Juliane Brüdern, Thomas Forkmann

Zusammenfassung: In den vergangenen Jahren wurden verschiedene neue Suizidtheorien publiziert, die in stärkerem Maße als frühere Modelle versuchen der Heterogenität und Dynamik suizidalen Erlebens und Verhaltens gerecht zu werden. Entsprechende Theorien sollen in der vorliegenden Arbeit vorgestellt werden. Zu diesem Zweck wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt. Eingeschlosssen wurden Veröffentlichung aus den Jahren 2018 – 2025, die in einer englischsprachigen psychologischen/psychiatrischen Fachzeitschrift mit Peer-Review publiziert wurden und in denen eine generische Theorie suizidalen Erlebens und Verhaltens erstmals beschrieben wurde. Neun Artikel, die die Einschlusskriterien erfüllen wurden in die Synthese aufgenommen und drei Theoriemodelle – das Mental Accident Model, das Dual System Modell und das Ambivalenzmodell – werden exemplarisch ausführlicher erläutert. Keines der Modelle wurde speziell für den Kinder- und Jugendbereich entwickelt. Gleichwohl werden Implikationen der Modelle für das Verständnis suizidalen Erlebens und Verhaltens diskutiert.

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