DOI: 10.1026/0942-5403/a000532 ISSN: 0942-5403

SafetyPlan-Interventionen bei suizidalen Kindern und Jugendlichen

Mariam Yunusah, Lena Marie Hensel, Johannes Hamann, Tobias Teismann

Zusammenfassung: Theoretischer Hintergrund: Suizid gehört zu den häufigsten Todesursachen bei jungen Menschen. SafetyPlan-Interventionen (SPIs) gelten als zentrale präventive Maßnahme, die Evidenz im Kindes- und Jugendalter ist jedoch uneinheitlich. Fragestellung: Ziel war die systematische Darstellung des Forschungsstands zu SPIs bei suizidgefährdeten Kindern und Jugendlichen unter Berücksichtigung altersbezogener Aspekte. Methode: Das Scoping Review wurde nach PRISMA-ScR durchgeführt. Die Suche in MEDLINE, PsycINFO und Scopus (2008 – 2025) identifizierte empirische Studien zu SPIs bei Personen ≤18 Jahren. Ergebnisse: Eingeschlossen wurden 21 Studien. SPIs zeigten hohe Akzeptanz und häufige kurzfristige Nutzung. Hinweise auf positive klinische Effekte fanden sich vor allem in erweiterten oder familienbasierten Formaten; die Evidenz zur isolierten SPI ist begrenzt. Diskussion und Schlussfolgerung: SPIs sind praktikabel; belastbare Aussagen zur isolierten Wirksamkeit sind aufgrund der heterogenen Datenlage nur eingeschränkt möglich. Hinweise sprechen für Vorteile eingebetteter, familienorientierter Ansätze.

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