Nutzung von aufgemahlenem Produktionsausschuss als Betonzusatzstoff in Betonwaren
Maike Peters, Frank Hlawatsch, Gerhard Bukowski, Rebecca Horeis, Daniel Ufermann‐WallmeierAbstract
Die rasanten gesellschaftlichen Entwicklungen zur Intensivierung des Klimaschutzes führen zeitnah zum Ausstieg aus der Kohleverstromung und der angestrebten Erzeugung von „Grünem“ Stahl. Damit einher geht zukünftig die ausbleibende Verfügbarkeit von Steinkohlenflugaschen und Hüttensand – beides unerlässlich für die Herstellung von klima‐ und ressourcenschonendem Beton. Das Auffangen dieser „Zusatzstoff‐Lücke” durch einen erhöhten Einsatz von Zement oder dem Naturprodukt Kalksteinmehl wäre eine ökologische und ökonomische Fehlentwicklung. Trotz modernster Produktionstechnik ist der Anfall von Fehl‐ oder Überproduktion unvermeidbar. Aufbereitet zu groben Sanden sind Betongranulate seit Langem regulärer Bestandteil von Betonwaren. Feinbestandteile hingegen finden bislang keine hochwertige Anwendung. Durch die gezielte Aufbereitung von Betonbrechsanden durch Aufmahlen können bei der Herstellung von Betonwaren die klassischen Zusatzstoffe Steinkohlenflugasche und Kalksteinmehl sowie teilweise sogar Zement substituiert werden und die „Zusatzstoff‐Lücke“ schließen.