DOI: 10.1515/ordo-2026-3003 ISSN: 2366-0481

Kann die Dekarbonisierungs-Transformation der Industrie gelingen?

Hubertus Bardt

Zusammenfassung

Zur Begrenzung der mit einer globalen Erwärmung verbundenen zukünftigen Klimaschäden ist eine globale Senkung der Treibhausgasemissionen notwendig. Auch wenn der Nutzen eines anspruchsvollen Klimaschutzes auf globaler Ebene die Kosten übersteigt, muss das auf nationaler Ebene nicht gelten. Die Eigenschaften eines globalen öffentlichen Gutes führen dazu, dass Kosten und Nutzen von Klimaschutzmaßnahmen auseinanderfallen. Europa hat sich mit der angestrebtem Dekarbonisierung bis 2050 ein besonders anspruchsvolles Klimaschutzziele gesetzt. Als zentrales marktwirtschaftliches Instrument ist eine Bepreisung von Emissionen eingeführt worden. Damit sind jedoch neue Marktverzerrungen entstanden, da der weitaus größte Teil der weltweiten Emissionen keinen Preis haben. Für die industrielle Produktion sind damit verschlechterte Wettbewerbsbedingungen verbunden. Die Kombination aus Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit ist die zentrale Anforderung an einen klimapolitischen Instrumentenmix der Zukunft.

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