DOI: 10.1002/cepa.70876 ISSN: 2509-7075

Gipskriechen: Ein neuer Ansatz zum Verständnis dieses Phänomens

Nico Hesener, Christian Pritzel, Kevin Schulz, Manuela S. Killian

Abstract

Einer der wichtigsten Baustoffe ist Gips, der fast nur im Innenbereich Anwendung findet, wobei der wesentliche Nachteil der Festigkeitsverlust bei Durchfeuchtung ist. Die Festigkeit von Gips fällt dabei um bis zu 90% ab. Um dies zu verstehen, muss die Festigkeitsentwicklung von Gips betrachtet werden. Hierzu gibt es 4 verschiedene Theorien in der Literatur, die in den jeweiligen Theorien zum Festigkeitsverlust bei Durchfeuchtung resultieren. Diese werden diskutiert, um auch das Kriechverhalten von Gips besser zu verstehen. Darauf aufbauend lässt sich eine weitere Theorie ableiten, die sich auf das Kriechen von Gips übertragen lässt und den Prozess als ein Abgleiten von Kristallen erklären würde. Dem widerspricht eine weitere Theorie aus der Literatur von Schug et al. Im Folgenden wird diskutiert, wie die Festigkeitsbildung und ‐verlust im Gips stattfindet. Aufgrund weiterer Untersuchungen werden dann die Theorien zum Kriechverhalten näher betrachtet. Aus den Ergebnissen lassen sich dann Möglichkeiten ableiten, um die Festigkeit von Gips bei Durchfeuchtung zu steigern und weiter das Kriechverhalten zu unterdrücken. Hierzu wurden verschiedene Experimente durchgeführt, um das Kriechen besser zu verstehen. Probekörper wurden unter verschiedenen Umgebungsbedingungen mit einem Gewicht beaufschlagt, um ein Kriechen herbeizuführen und, um auf Grundlage der Ergebnisse einen Beitrag zu der obigen Diskussion leisten zu können.

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