Gipshaltiger Mauerwerkbruch als Rohstoff für die Herstellung von leichter Gesteinskörnung und Rauchgasentschwefelungsgips ‐ Ergebnisse aus Labor und Technikum sowie aus der Anwendung In‐Situ‐Carbonatisierung von Betonrezyklaten
Steffen Liebezeit, Katrin Rübner, Alexander Schnell, Anette MüllerAbstract
Mauerwerk ist ein Verbundbaustoff aus verschiedenen Wandbaustoffen sowie Mörteln und Putzen. Die Wandbaustoffe können Ziegel, Kalksandstein, Porenbeton oder auch Betonsteine sein. Beim Abbruch werden diese Baustoffarten in der Regel bereits getrennt gehalten. Das gilt nicht für die Mörtel und Putze, die an den Wandbaustoffen haften. Um trotzdem sortenreine Körnungen einer Baustoffart herzustellen, muss zunächst der Verbund „aufgeschlossen“ werden. Anschließend bedarf es einer aufwendigen Sortierung. Als Alternative bietet sich zumindest für diese Gemische die Verwertung als Rohstoff für leichte Gesteinskörnungen (Lightweight Aggregates, LWA) ähnlich den Blähtonen an. Diese Idee wurde an der Bauhaus‐Universität Weimar „geboren” und später am Institut für Angewandte Bauforschung Weimar IAB gGmbH bis hin zur praktischen Anwendung weiterverfolgt. Den vorläufigen Abschluss bilden kleintechnische Untersuchungen zur Herstellung der leichten Gesteinskörnungen und Anwendungsuntersuchungen in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Materialforschung und ‐prüfung (BAM).