Entwurfsgrundsätze für brandbeständigen, CO 2 ‐reduzierten Beton
Maximilian Horky, Johannes Fröse, Thomas Kränkel, Oliver FischerAbstract
Die Ökologische Transformation ist ein zentrales Thema des Massivbaus unserer Zeit. Eine zentrale Rolle spielen hier CO 2 ‐reduzierte Betone, welche neben den ökologischen Aspekten weiterhin eine zuverlässige Tragfähigkeit in allen Bemessungssituationen wie z.B. dem Brandfall, gewährleisten müssen. Aufgrund der steigenden Komplexität von CO 2 ‐optimierten Betonen gewinnt der Mischungsentwurf stark an Bedeutung. Durch eine Substitutionsstudie wird die Auswirkung von 14 Zementersatzstoffen auf die Normfestigkeit und auf die residuale Festigkeit von Mörtelproben nach thermischer Belastung auf 1.000 °C untersucht, wobei sich deutliche Performanceunterschiede zwischen den Substitutionsstoffen zeigen. Während Kalksteinmehle und Puzzolane einen eher negativen Einfluss auf die Residualfestigkeit haben, zeigen feine Quarzmehle und auch calcinierte illitische Tone einen signifikant positiven Einfluss. Eine ökologische Optimierung und gleichzeitige Erhöhung der residualen Druckfestigkeit können bei geeignetem Mischungsentwurf gut miteinander vereinbart werden. Allerdings zeigt sich hier eine deutliche Abhängigkeit vom Mischungsentwurf, was Entwurfsempfehlungen nötig macht.