Die Chirurgie der Mitralklappe: ein Überblick über aktuelle Resultate und Trends
Franz F. Immer, Christoph Maillard, Ludger Smitmanns, Friedrich S. Eckstein, Pascal A. Berdat, Thierry P. CarrelHintergrund: Die Chirurgie der Mitralklappe hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich gewandelt. Nachdem initial der Ersatz der Klappe (MKE) im Vordergrund stand, wird heute, wann immer möglich, die Mitralklappe rekonstruiert (MKR), insbesondere da der Funkion des subvalvulären Apparats grosse Wichtigkeit beigemessen wird für die Erhaltung der Geometrie und Funktion der linken Kammer. Ziel dieser Arbeit ist es, Unterschiede in den prä- und postoperativen Charakteristiken von Patienten mit MKE und MKR aufzuarbeiten sowie einenAusblick über weitere therapeutische Optionen zu geben. : Die Chirurgie der Mitralklappe hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich gewandelt. Nachdem initial der Ersatz der Klappe (MKE) im Vordergrund stand, wird heute, wann immer möglich, die Mitralklappe rekonstruiert (MKR), insbesondere da der Funkion des subvalvulären Apparats grosse Wichtigkeit beigemessen wird für die Erhaltung der Geometrie und Funktion der linken Kammer. Ziel dieser Arbeit ist es, Unterschiede in den prä- und postoperativen Charakteristiken von Patienten mit MKE und MKR aufzuarbeiten sowie einenAusblick über weitere therapeutische Optionen zu geben. Patienten und Methodik: Wir analysierten 204 Mitralklappeneingriffe, die bei 201 Patienten an unserer Klinik vorgenommen wurden. Bei 115 Patienten (100%) wurde ein isolierter Mitralklappeneingriff vorgenommen; 62 Patienten (53,9%) hatten einen MKE und 53 Patienten (46,1%) eine MKR. Bei allen Patienten wurden die präoperativen Echokardiographie-Befunde analysiert und die prä- und postoperativen Daten untersucht. : Wir analysierten 204 Mitralklappeneingriffe, die bei 201 Patienten an unserer Klinik vorgenommen wurden. Bei 115 Patienten (100%) wurde ein isolierter Mitralklappeneingriff vorgenommen; 62 Patienten (53,9%) hatten einen MKE und 53 Patienten (46,1%) eine MKR. Bei allen Patienten wurden die präoperativen Echokardiographie-Befunde analysiert und die prä- und postoperativen Daten untersucht. Resultate: Patienten mit MKR hatten signifikant häufiger eine Mitralklappeninsuffizienz (98,1% vs. 76%; p <0,01), und der Durchmesser des linken Vorhofs (LA) war mit 50 mm signifikant kleiner als in der Gruppe mit MKE (60 mm; p <0,01). Die Mortalität während der Hospitalisation war signifkant höher in der Gruppe mit MKE (6,4% vs. 0%; p <0,01) und nur mit einem Trend erhöht nach einem mittleren Follow-up von 37 ± 18 Monaten (10,3% vs. 7,5%; p = ns). : Patienten mit MKR hatten signifikant häufiger eine Mitralklappeninsuffizienz (98,1% vs. 76%; p <0,01), und der Durchmesser des linken Vorhofs (LA) war mit 50 mm signifikant kleiner als in der Gruppe mit MKE (60 mm; p <0,01). Die Mortalität während der Hospitalisation war signifkant höher in der Gruppe mit MKE (6,4% vs. 0%; p <0,01) und nur mit einem Trend erhöht nach einem mittleren Follow-up von 37 ± 18 Monaten (10,3% vs. 7,5%; p = ns). Schlussfolgerung: Die frühe Zuweisung von Patienten mit Mitralklappenpathologien ermöglicht in vielen Fällen eine Rekonstruktion der Klappe, wodurch das postoperative Ergebnis deutlich verbessert werden kann.: Die frühe Zuweisung von Patienten mit Mitralklappenpathologien ermöglicht in vielen Fällen eine Rekonstruktion der Klappe, wodurch das postoperative Ergebnis deutlich verbessert werden kann.