Die Akzeptanz einer Städtemaut: Erkenntnisse einer Befragung aus drei Ruhrgebietsstädten
Mark A. Andor, Viola Helmers, Nils Christian Hoenow, Eva HümmeckeZusammenfassung
Die Städtemaut gilt als wirksames Instrument zur Reduzierung von Staus, Unfällen und Luftverschmutzung, stößt jedoch trotz nachweislich positiver Effekte oft auf geringe Akzeptanz. Auf Basis einer Befragung von rund 1.500 Personen in Bochum, Dortmund und Essen untersuchen Mark A. Andor, Viola Helmers, Christian Hoenow und Eva Hümmecke, wie die Bezeichnung, die Höhe der Gebühr und die Verwendung der Einnahmen die Zustimmung zur Einführung einer Maut in der jeweiligen Stadt prägen. Im Durchschnitt liegt diese bei rund 24 Prozent. Die Zustimmung ist höher, wenn die Bezeichnung „Städtemaut“ ist, und niedriger, wenn sie „Umweltbeitrag“ oder „Stauvermeidungsgebühr“ lautet. Ebenfalls höher – und weniger stark von der Gebührenhöhe beeinflusst – ist sie, wenn die Einnahmen für Nachhaltigkeit und Soziales verwendet werden statt für andere Zwecke. Die ausgeprägte Variation in der Akzeptanz unterstreicht, wie wichtig die untersuchten Faktoren für eine erfolgreiche Verwirklichung einer Städtemaut sind, ebenso wie die Kommunikation.