Computer in den Staatlichen Allgemeinbibliotheken der späten DDR
Karsten SchuldtZusammenfassung
In den letzten Jahren der DDR wurde geplant, Wirtschaft und Gesellschaft mit Computern auszustatten und diese miteinander zu verbinden. Begründet wurde es u. a. durch zu erwartende Effektivitätsgewinne. Es gab einen eigenen Wirtschaftszweig, welcher eigene Computer herstellte. Grundsätzlich war die DDR damit führend zwischen den anderen realsozialistischen Staaten, aber rund zehn Jahre hinter der Entwicklung in den kapitalistischen Gesellschaften. Auch für die Staatlichen Allgemeinbibliotheken gab es Planungen, Projekte und erste Computer, die Ende der 1980er-Jahre in den Einrichtungen standen. Vieles davon ist mit der friedlichen Revolution 1989 beendet worden und dann auch verschwunden. Hier wird über diese Entwicklungen Ende der 1980er-Jahre berichtet, soweit sie sich rekonstruieren lassen, diese in den zeitgenössischen Kontext eingeordnet und gezeigt, dass die Bibliotheken dabei recht gut aufgestellt waren.