DOI: 10.1515/ordo-2026-3002 ISSN: 2366-0481

Antriebswende und Straßenverkehrsabgaben: Prognosen und Strategien

Maria Kennel, Gernot Sieg, Berthold U. Wigger

Zusammenfassung

Der Beitrag untersucht die Auswirkungen der Antriebswende im Pkw-Verkehr auf die öffentlichen Einnahmen aus dem motorisierten Individualverkehr in Deutschland – derzeit rund 51,2 Milliarden Euro jährlich. Da der Wechsel zu batterieelektrischen Fahrzeugen die Einnahmen aus der Energiesteuer stark reduzieren wird, entsteht ab etwa 2031 eine erhebliche Einnahmelücke. In einem dynamischen Simulationsmodell vergleichen wir fünf Instrumente zum Ausgleich der Einnahmelücke: Fahrstromsteuer, Pkw-Maut, Vignette, Kfz-Steuererhöhung und Energiesteuererhöhung. Wir ermitteln die jeweilige Abgabenhöhe und vergleichen die Szenarien hinsichtlich Effizienz, Verteilungswirkungen, Planbarkeit, Finanzierung und Transformation. Die Maut schneidet bei der Effizienz am besten ab. Die Fahrstromsteuer ist am wenigsten regressiv. Maut und Vignette bieten hohe Einnahmenplanbarkeit. Nur die Energiesteuererhöhung beschleunigt die Transformation, kann das Einnahmenziel jedoch über 2040 hinaus nicht aufrechterhalten.

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