Alkalisch aktivierte Schlacken und Reststoffe für die additive Fertigung
Henrik L. Funke, Ferdinand Senf, Sandra GelbrichAbstract
Alkalisch aktivierte Bindemittel ermöglichen eine signifikante CO 2 ‐Reduktion im Bausektor durch die gezielte Nutzung von Sekundärrohstoffen. Dieser Beitrag untersucht die Aktivierung von Bergbau‐ und Hüttenzuschlägen (LD‐Schlacke) sowie Reststoffen (Ziegelmehl, Schamotte) bei Umgebungstemperatur für die additive Fertigung. Mittels eines Aktivators aus Kaliumsilikat (Molverhältnis SiO 2 /K 2 O = 1,5 bis 1,7) und Kaliumhydroxid (2 bis 10 mol/l) wurden die Edukte angeregt und für die additive Fertigung rheologisch modifiziert. Die Proben erreichten Frühfestigkeiten bis 32,2 MPa, mit einer stabilisierten Endfestigkeit von 26,2 MPa. Die Ergebnisse belegen das Potenzial dieser Reststoffe als nachhaltige Materialbasis für innovative Fertigungsverfahren und leisten damit einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft sowie zur Entwicklung CO 2 ‐reduzierter Baumaterialien.